Slovenci, za zmiraj gre!: 100. obletnica koroškega plebiscita
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Weitere Verfasser: | |
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Format: | Buch |
Sprache: | Slovenian |
Veröffentlicht: |
Maribor
Pokrajinski arhiv Maribor
2020
Ljubljana Arhiv Republike Slovenije 2020 |
Schlagworte: | |
Online-Zugang: | Inhaltsverzeichnis Abstract Literaturverzeichnis |
Beschreibung: | Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 217-218 |
Beschreibung: | 218 Seiten Illustrationen, Porträts, Faksimiles |
ISBN: | 9789616507912 |
Internformat
MARC
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adam_text | Vsebina 5 Razstavi na pot 7 Razpad monarhije 13 Zasedba južne Koroške do Drave in Velikovca (november-december 1918) 29 Izguba Roža, pogajanja in nastop Milesove komisije (januar-februar 1919) 45 Teror nad civilnim prebivalstvom na obeh straneh črte premirja (14.1.-28. 4. 1919) 61 Tri ofenzive v šestih tednih (29. 4.-6. 6. 1919) 83 Življenje v coni A pod upravo Kraljevine SHS (julij 1919-julij 1920) 103 Obdobje nadzora Medzavezniške plebiscitne komisije 21. 7. 1920-18. 11. 1920) 139 Propaganda 179 Plebiscitno glasovanje, plebiscitni izid in posledice 199 Spomin 205 Summary 211 Zusammenfassung 217 Viri in literatura
Zusammenfassung Oer Zusammenbruch der Monarchie Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Bereits am 29. Oktober begrüßten die Menschenmengen auf dem Platz Kongresni trg in Ljubljana und in anderen sloweni schen Städten das Kriegsende und die Gründung des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben. Der Staat umfasste die südslawischen Gebiete des ehemaligen Österreich-Un garns. Für die slowenischen Gebiete wurde eine Nationalregierung mit dem Präsidenten Josip Pogačnik ernannt. Sie erfüllte ihre staatlichen Verpflichtungen bis zur Vereinigung mit dem Königreich Serbien ins Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und bis zur Ernennung der Landesregierung für Slowenien. Bereits Anfang November 1918 über querte die italienische Armee die alte Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien und begann die im Londoner Pakt versprochenen Gebiete zu besetzen. In der Steiermark und in Kärnten begannen jedoch Kämpfe um die Nordgrenze des neuen Staates. Auf den Friedenskonferenzen in Saint Germain, Trianon und Rapallo wurden 1919 und 1920 Ent scheidungen über die Staatsgrenzen und die Volksabstimmung in Kärnten getroffen. Die Zeit war geprägt von langfristigen Folgen des Kriegsendes und des Zusammenbruchs der Monarchie, u. zw. von der Rückkehr der Soldaten, Gefangenen und Flüchtlingen, dem Regierungs- und Verwaltungsapparatwechsel, dem Geldwechsel, Krankheitsepidemien und anderen Merkmalen der „Umbruchzeit“, unter denen der Kampf um die Grenzen einen Sonderplatz einnimmt. Die Besetzung von Südkärnten bis zur Drau und Völkermarkt (November-Dezember 1919) Das neue Königreich
der Serben, Kroaten und Slowenen hatte noch keine festgesetz ten Grenzen. Das ehemalige Land Kärnten (mit Ausnahme der Gemeinde Jezersko) beanspruchten die Kärntner Deutschen. Auf der anderen Seite beschloss die National regierung in Ljubljana in ihrer ersten Sitzung am 1. November 1918, das slowenische Kärnten so bald wie möglich dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen anzu schließen. Man wollte keine ernsthaften Aktionen unternehmen, da Mangel an Nahrung und Soldaten herrschte. Die Stimmung in der Bevölkerung war von einer allgemeinen Kriegsmüdigkeit geprägt sowie vom Glauben, dass die Entente den Slowenen ihr Terri torium auf friedliche Weise zuerkennen würde. Deswegen wurden nur halbe Maßnah- 211
men ergriffen. Dem Hauptmann Alfred Lavrič wurde befohlen, Kärnten bis zur Drau zu besetzen. Anstelle von Soldaten erhielt Lavrič die Befugnis, Freiwillige zu rekrutieren. Die Resonanz war jedoch schlecht. Am 19. November 1918 besetzte Lavrič Ferlach mit nur 60 Männern. Am selben Tag schloss er mit den Kärntner Deutschen eine Verein barung, nach der das Gebiet südlich der Drau bis zur endgültigen Lösung im Besitz des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wäre. In Ostkärnten besetzte bis zum 6. November 1918 Leutnant Franjo Malgaj das Mießtal, rückte am 23. November 1918 in Bleiburg ein, überquerte am 30. November 1918 die Drau, besetzte Völkermakt und verteidigte es am nächsten Tag gegen die deutsch-österreichischen Truppen. Diese Ab grenzungslinie blieb bis Januar 1919 bestehen. Oer Verlust von Rosegg, Waffenstillstandsverhandlungen und das Erscheinen der Miles-Kommission (Januar-Februar 1919) Am 5. Dezember 1918 ordnete der Kärntner Landtag einen bewaffneten Widerstand gegen die jugoslawischen Einheiten an. Bereits am 15. Dezember 1919 wurde in Grafen stein eine Einheit ehemaliger serbischer Kriegsgefangener festgenommen und zu Weih nachten besetzte man St. Paul. Zum Widerstand wurden sie von den Italienern angeregt, die Serben sandten den Slowenen keine Hilfe. Mitte Dezember schickte Ljubljana Franjo Malgaj ins Hinterland und beschränkte das Wirken Rudolf Maisters auf die Steiermark. Am 8. Januar 1919 fiel Ferlach. Major Lavrič wurde verwundet und gefangen genom men, der größte Teil von Rosegg war verloren. Der Eingang zum Tunnel in Rosenbach wurde von den
Jugoslawen bis zum Waffenstillstand am 14. Januar 1919 heftig verteidigt. Nachdem die Friedensgespräche in Graz gescheitert waren, nahmen beide Seiten ein Angebot von US-Beamten an, eine vorübergehende Abgrenzung festzulegen. Die sog. „Miles-Kommission führte innerhalb von 9 Tagen eine Feldstudie durch. Sie besuchte meist größere Orte unter deutscher Besetzung, in denen sich die Slowenen nicht trauten ihre Zugehörigkeit öffentlich zu bekennen. Die Kommission schlug als Abgrenzung die Karawanken vor. Der Vorschlag konnte sich allerdings nicht durchsetzen und so ver blieb es bei der Waffenstillstandslinie. Die „Studie“ der Miles-Kommission wurde jedoch zur Grundlage für den amerikanischen Standpunkt auf der Pariser Friedenskonferenz. Präsident Wilson insistierte auf einer Volksabstimmung ֊ das Volk soll selbst über sein Schicksal entscheiden! Der Terror gegen die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Waffenstillstandslinie (14. Januar-28. April 1919) Der schwache Waffenstillstand in Kärnten begann fast zeitgleich mit der Pariser Frie denskonferenz (12. Januar 1919). Es gab andauernd Verstöße gegen den Waffenstill stand sowie Provokationen. Das Leben hinter der Front war von der Gewalt des Militärs und der Behörden gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Eine Fortsetzung der Kämpfe schwebte die ganze Zeit in der Luft - mit der bestehenden Situation war keine Seite zufrieden. Anhänger beider Seiten, die sich auf der „falschen“ Seite der Waffenstill standslinie befanden, mussten die Konsequenzen ihrer Zugehörigkeit bzw. vergangener Aktionen tragen. Sie standen dauernd unter
dem Verdacht, dass sie mit dem Feind zu sammenarbeiten und die Macht untergraben, deswegen wurden Sie ähnlichen Maßnah men unterzogen, die bereits die Habsburgermonarchie während des Ersten Weltkriegs gegenüber den politisch verdächtigen Personen ausübte. 212
Drei Offensiven in sechs Wochen (29. April-6. Juni 1919) Im April 1919, nach Meldungen, dass die Friedenskonferenz die Karawanken als Grenze bevorzugt, machten die slowenischen Politiker erneut einen Fehlschritt. Diesmal ent schieden sie sich für eine militärische Lösung. Ende 1918 wollte man Klagenfurt nicht besetzen, obwohl das damals leicht gewesen wäre. Jetzt war die slowenische Armee jedoch schwächer als die des Gegners, kampfmüde und von schlechter Moral geprägt. Der Befehlshaber der Draudivision General Smiljanič war über die Zustände informiert, verhinderte jedoch die slowenische Offensive nicht. Dem Scheitern folgte eine Katastro phe - die Gegenoffensive des Feindes endete mit dem Zerfall der slowenischen Armee und ihrem Rückzug aus ganz Kärnten. In Gutenstein fiel auch Franjo Malgaj. Erst jetzt reagierte man in Belgrad und schickte serbische Verstärkungen. Nach zusätzlicher Mo bilisierung und Reorganisation von Einheiten besiegten die jugoslawischen Kräfte den Feind in der Zeit vom 29. Mai bis zum 6. Juni 1919, besetzten den größten Teil des slo wenischen Nationalgebiets und rückten in Klagenfurt und Maria Saal ein. Jedoch viel zu spät, um Südkärnten für die Slowenen zu gewinnen. In Paris war man sich bereits einig, dass eine Volksabstimmung entscheiden wird. Das Leben in der Zone A unter der Verwaltung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (Juli 1919-Juli 1920) 70 Prozent der Einwohner der Zone A waren Slowenen, die am Anfang jugoslawisch ge sinnt waren. Nach ein paar Monaten änderte sich ihre Stimmung gewaltig. Das Gebiet ohne Klagenfurt und
Villach war ein unverbundener „Torso“. Nachdem diese Orte, in denen die Bevölkerung zuvor ihre Ernte verkauft hatte, vom Rest des Landes abgeschnit ten waren, kam es zu einem verheerenden Verdienstausfall. Diese Nachteile wurden durch die deutsch-österreichische Propaganda hervorgeho ben, man betonte die Notwendigkeit eines vereinten Kärntens, das seit undenklichen Zeiten besteht. Die Propaganda machte den „zögernden“ Bewohnern Angst, man würde eines Tages zurückkommen und sich an Anhängern des SHS-Königreichs rächen. Schwächen des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen: • Entfernung von Verwaltungs- und Handelszentren, • schlechte Verkehrsverbindungen und Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln, • unzureichende Versorgung mit einzelnen Gütern (Zucker, Petroleum, Tabak, Leder, Eisenwaren), deren Einfuhr stark verzollt war, • nicht ausgeführter Geldwechsel in einigen Gemeinden, ungünstiger Wechselkurs, • Nichterstattung von Kriegsschäden, • schlechter Zugang zu ärztlicher und tierärztlicher Versorgung, • Zusammenbruch des Tourismus, insbesondere entlang des Wörthersees, • uneinheitliche Ausübung der Verwaltung und der politischen Propaganda, • die Sozialdemokratie auf der Seite Österreichs. Vorteile des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen: • ziemlich gute Lebensmittelversorgung, • das wachsende Elend in Österreich, • die staatliche Aufsicht über Großgrundbesitze, die den Bauern eine Bodenreform ver sprach - ihr eigenes Stück Land, • Unterstützung des Klerus. 213
Die Zeit der Aufsicht der Volksabstimmungskommission (21. Juli-November 1920) Die Maßnahmen, die von der Volksabstimmungskommission dem Königreich der Ser ben, Kroaten und Slowenen nur wenige Wochen vor der Volksabstimmung aufgezwun gen wurden, waren verheerend. Ausschlaggebend für die Abstimmung war die Eröff nung der Demarkationslinie für den freien Personen- und Warenverkehr Anfang August. Die slowenischen Politiker warnten Belgrad, dass in diesem Fall die Volksabstimmung verloren gehen würde. Doch in Belgrad beschloss man auf Zugeständnisse einzugehen. Die Folgen waren fatal: • die Rückkehr von rund 3.000 Flüchtlingen, begeisterten Unterstützern Österreichs, • zahlreiche österreichische Agitatoren ֊ eine breite Verbreitung der österreichischen Propaganda, • beschleunigte österreichische Bestechung der Bevölkerung mit Waren und Geld, • Massenschlägereien, Drohungen, Brandstiftungen und Angriffe auf die nationalbe wussten Slowenen. Das jugoslawische Nachgeben wurde im September noch intensiviert. Trotz Protesten der slowenischen Landesregierung und des Nationalrates für Kärnten willigte der jugo slawische Vertreter in der Volksabstimmungskommission ein, dass: • die jugoslawische Armee die Zone A verließ, • alle Gendarmen, die keine Kärntner waren, fort mussten; die Kontrolle über die öf fentliche Ordnung und den Frieden wurde somit gründlich verkrüppelt, • die staatliche Kontrolle über die deutschen Großgrundbesitze aufgelöst wurde (was zuvor viele Sympathien des ländlichen Proletariats zugunsten des Königreichs SHS sicherstellte), • die Volksabstimmungskommission
im Namen österreichischer Anhänger regelmäßig in die Entscheidungen der Verwaltungs- und Justizbehörden eingriff, • die Volksabstimmungskommission das Wahlrecht so festlegte, dass Tausende neuer Begünstigter deutscher Herkunft aus Zone В wählen konnte. Am 16. September 1920 bot die slowenische Landesregierung der Zentralregierung in Belgrad ihren Rücktritt an. Der Weg zur bereits verlorenen Volksabstimmung ging weiter. Propaganda Bei der Volksabstimmung in Kärnten äußerte man sich nicht hinsichtlich seiner nationa len Zugehörigkeit, sondern es ging um die Zugehörigkeit zum Staat, da die Bevölkerung die Möglichkeit erhielt, sich zwischen nationalen und anderen, insbesondere wirtschaft lichen Interessen zu entscheiden. Die Propaganda sowohl auf jugoslawischer als auch auf deutscher Seite basierte auf zahlreichen Motiven, z. B. auf der Herangehensweise an die Frage der Volksabstimmung, wirtschaftlichen Argumenten, dem nationalen Be wusstsein, der Landeszugehörigkeit, der Frage des Militarismus sowie auf der religiösen Frage. Zu Beginn richtete sich die jugoslawische Propaganda hauptsächlich an die slo wenisch sprechenden Kärntner. Erst als man sich bewusst wurde, dass die Volksabstim mung keine Entscheidung im ethnischen Sinne sein würde, begann man mit gezielter Propaganda. Aus der nationalen Sicht lag die Betonung der jugoslawischen Propaganda auf der Vereinigung aller slowenischen bzw. jugoslawischen Brüder. Die stärkste Propa gandawaffe der jugoslawischen Seite war die Warnung vor der schlechten Wirtschafts֊ 214
lage Österreichs. Die Propaganda, die sich in erster Linie auf Bauern und Bürger konzen trierte, erinnerte an den Terror der Volkswehr gegen die Anhänger des Königreichs SHS im Mai 1919, warnte auch vor Juden und vorhersagte ein Verbot von Kirchenbesuchen und Teilnahmen an kirchlichen Zeremonien. Leider wurde die Vorhersage der Priester vertreibung später wahr. Die österreichische Seite betonte Kärnten als eine einheitliche, unteilbare Heimat zweier Nationen. Österreich, das durch Kriegsentschädigung schwer getroffen und im Zuge der neuen Grenze von Rohstoffen für Industrie und Infrastruktur abgeschnitten war, betonte die wirtschaftliche Ganzheit des Klagenfurter Beckens und widmete sich im Gegensatz zur jugoslawischen Propaganda auch der Arbeiterklasse. Mit antimilitaristischen Parolen sprach sie hauptsächlich Frauen an und warnte vor der Ein berufung in die jugoslawische Armee. Die Erinnerung Die Erinnerung an die Volksabstimmung in Kärnten und den Kampf um die Nordgren ze war zunächst von der Enttäuschung über die nicht realisierte Idee der nationalen Selbstbestimmung angeregt, wie sie im Programm des Vereinigten Sloweniens von 1848 verankert und durch die Mai-Deklaration von 1917 im Rahmen der massenhaften De klarationsbewegung populär gemacht wurde. Obwohl die „Kämpfer um die Nordgrenze“ mit ihren Veteranenorganisationen ein wichtiges Bindeglied im Prozess der Erinnerung an die Bildung des neuen Staates und seiner Grenzen waren, teilten sie das Schicksal der Vergessenheit zusammen mit den Soldaten des Ersten Weltkriegs und dem einmonatigen Staat der Slowenen,
Kroaten und Serben. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, im neuen gesellschaftspolitischen System, traten ganz andere Werte in den Vordergrund. Die Erinnerung an einzelne Teilnehmer der Grenzkämpfe blieb in der Bevölkerung in Form von Mythen erhalten, die nicht immer mit Schulbüchern, offiziellen Deutungen und oft auch nicht mit Fakten in Einklang standen. Dabei gestalteten sich mindestens zwei widersprüchliche kollektive Erinnerungen, getrennt durch die Staatsgrenze und unterschiedliche persönliche Erfahrungen auf beiden Seiten. Die zeitliche Distanz und die bis heute veröffentlichten Forschungen zur Volksabstimmung in Kärnten ermöglichen schließlich eine andere Analyse des Geschehens und der Erinnerungsbildung. Heute, nach dem Beitritt Republik Sloweniens zur Europäischen Union, ist die Grenze zwischen den beiden Staaten kein Hindernis und keine Trennlinie mehr zwischen den Völkern, sondern bietet eine Möglichkeit eines anderen Zusammenlebens. Vielleicht ist dies auch die Antwort auf die Frage, wie man sich eigentlich an eine Niederlage erinnern soll. 215
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Oktober 1920. Kärntens Tag der Selbstbestimmung (տէր. 165-199). Klagenfurt: Verlag des Kärntner Landesarchivs. Webernig, Evelyne (2019). Kärntnens Freiheitskampf 1918-1920: Die Ereignise im Lichte von Daten und Fakten. V Der 10. Oktober 1920. Kärntens Tag der Selbstbestimmung (տէր. 24-60). Klagenfurt: Verlag des Kärntner Landesarchivs. Wutte, Martin (1943). Kärntner Freiheitskampf. Weimar: H. Böhlaus Nachfolger. Zapuščina Jože Bohinjca. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Zbirka fotografij prve svetovne vojne. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Zbirka Koroški plebiscit (SI_PAM/1760). Pokrajinski arhiv Maribor Zbirka Prevratni dogodki na slovenskem Štajerskem in v Prekmurju (SI_PAM/1691). Pokrajinski arhiv Maribor. Zbirka razglasov in plakatov 1918-1919. Muzej novejše zgodovine Slovenije. 218 ( Staal sb .onothek l ևա՜ւոռհ^Ո
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Vsebina 5 Razstavi na pot 7 Razpad monarhije 13 Zasedba južne Koroške do Drave in Velikovca (november-december 1918) 29 Izguba Roža, pogajanja in nastop Milesove komisije (januar-februar 1919) 45 Teror nad civilnim prebivalstvom na obeh straneh črte premirja (14.1.-28. 4. 1919) 61 Tri ofenzive v šestih tednih (29. 4.-6. 6. 1919) 83 Življenje v coni A pod upravo Kraljevine SHS (julij 1919-julij 1920) 103 Obdobje nadzora Medzavezniške plebiscitne komisije 21. 7. 1920-18. 11. 1920) 139 Propaganda 179 Plebiscitno glasovanje, plebiscitni izid in posledice 199 Spomin 205 Summary 211 Zusammenfassung 217 Viri in literatura
Zusammenfassung Oer Zusammenbruch der Monarchie Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Bereits am 29. Oktober begrüßten die Menschenmengen auf dem Platz Kongresni trg in Ljubljana und in anderen sloweni schen Städten das Kriegsende und die Gründung des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben. Der Staat umfasste die südslawischen Gebiete des ehemaligen Österreich-Un garns. Für die slowenischen Gebiete wurde eine Nationalregierung mit dem Präsidenten Josip Pogačnik ernannt. Sie erfüllte ihre staatlichen Verpflichtungen bis zur Vereinigung mit dem Königreich Serbien ins Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und bis zur Ernennung der Landesregierung für Slowenien. Bereits Anfang November 1918 über querte die italienische Armee die alte Grenze zwischen Österreich-Ungarn und Italien und begann die im Londoner Pakt versprochenen Gebiete zu besetzen. In der Steiermark und in Kärnten begannen jedoch Kämpfe um die Nordgrenze des neuen Staates. Auf den Friedenskonferenzen in Saint Germain, Trianon und Rapallo wurden 1919 und 1920 Ent scheidungen über die Staatsgrenzen und die Volksabstimmung in Kärnten getroffen. Die Zeit war geprägt von langfristigen Folgen des Kriegsendes und des Zusammenbruchs der Monarchie, u. zw. von der Rückkehr der Soldaten, Gefangenen und Flüchtlingen, dem Regierungs- und Verwaltungsapparatwechsel, dem Geldwechsel, Krankheitsepidemien und anderen Merkmalen der „Umbruchzeit“, unter denen der Kampf um die Grenzen einen Sonderplatz einnimmt. Die Besetzung von Südkärnten bis zur Drau und Völkermarkt (November-Dezember 1919) Das neue Königreich
der Serben, Kroaten und Slowenen hatte noch keine festgesetz ten Grenzen. Das ehemalige Land Kärnten (mit Ausnahme der Gemeinde Jezersko) beanspruchten die Kärntner Deutschen. Auf der anderen Seite beschloss die National regierung in Ljubljana in ihrer ersten Sitzung am 1. November 1918, das slowenische Kärnten so bald wie möglich dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen anzu schließen. Man wollte keine ernsthaften Aktionen unternehmen, da Mangel an Nahrung und Soldaten herrschte. Die Stimmung in der Bevölkerung war von einer allgemeinen Kriegsmüdigkeit geprägt sowie vom Glauben, dass die Entente den Slowenen ihr Terri torium auf friedliche Weise zuerkennen würde. Deswegen wurden nur halbe Maßnah- 211
men ergriffen. Dem Hauptmann Alfred Lavrič wurde befohlen, Kärnten bis zur Drau zu besetzen. Anstelle von Soldaten erhielt Lavrič die Befugnis, Freiwillige zu rekrutieren. Die Resonanz war jedoch schlecht. Am 19. November 1918 besetzte Lavrič Ferlach mit nur 60 Männern. Am selben Tag schloss er mit den Kärntner Deutschen eine Verein barung, nach der das Gebiet südlich der Drau bis zur endgültigen Lösung im Besitz des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wäre. In Ostkärnten besetzte bis zum 6. November 1918 Leutnant Franjo Malgaj das Mießtal, rückte am 23. November 1918 in Bleiburg ein, überquerte am 30. November 1918 die Drau, besetzte Völkermakt und verteidigte es am nächsten Tag gegen die deutsch-österreichischen Truppen. Diese Ab grenzungslinie blieb bis Januar 1919 bestehen. Oer Verlust von Rosegg, Waffenstillstandsverhandlungen und das Erscheinen der Miles-Kommission (Januar-Februar 1919) Am 5. Dezember 1918 ordnete der Kärntner Landtag einen bewaffneten Widerstand gegen die jugoslawischen Einheiten an. Bereits am 15. Dezember 1919 wurde in Grafen stein eine Einheit ehemaliger serbischer Kriegsgefangener festgenommen und zu Weih nachten besetzte man St. Paul. Zum Widerstand wurden sie von den Italienern angeregt, die Serben sandten den Slowenen keine Hilfe. Mitte Dezember schickte Ljubljana Franjo Malgaj ins Hinterland und beschränkte das Wirken Rudolf Maisters auf die Steiermark. Am 8. Januar 1919 fiel Ferlach. Major Lavrič wurde verwundet und gefangen genom men, der größte Teil von Rosegg war verloren. Der Eingang zum Tunnel in Rosenbach wurde von den
Jugoslawen bis zum Waffenstillstand am 14. Januar 1919 heftig verteidigt. Nachdem die Friedensgespräche in Graz gescheitert waren, nahmen beide Seiten ein Angebot von US-Beamten an, eine vorübergehende Abgrenzung festzulegen. Die sog. „Miles-Kommission" führte innerhalb von 9 Tagen eine Feldstudie durch. Sie besuchte meist größere Orte unter deutscher Besetzung, in denen sich die Slowenen nicht trauten ihre Zugehörigkeit öffentlich zu bekennen. Die Kommission schlug als Abgrenzung die Karawanken vor. Der Vorschlag konnte sich allerdings nicht durchsetzen und so ver blieb es bei der Waffenstillstandslinie. Die „Studie“ der Miles-Kommission wurde jedoch zur Grundlage für den amerikanischen Standpunkt auf der Pariser Friedenskonferenz. Präsident Wilson insistierte auf einer Volksabstimmung ֊ das Volk soll selbst über sein Schicksal entscheiden! Der Terror gegen die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Waffenstillstandslinie (14. Januar-28. April 1919) Der schwache Waffenstillstand in Kärnten begann fast zeitgleich mit der Pariser Frie denskonferenz (12. Januar 1919). Es gab andauernd Verstöße gegen den Waffenstill stand sowie Provokationen. Das Leben hinter der Front war von der Gewalt des Militärs und der Behörden gegen die Zivilbevölkerung geprägt. Eine Fortsetzung der Kämpfe schwebte die ganze Zeit in der Luft - mit der bestehenden Situation war keine Seite zufrieden. Anhänger beider Seiten, die sich auf der „falschen“ Seite der Waffenstill standslinie befanden, mussten die Konsequenzen ihrer Zugehörigkeit bzw. vergangener Aktionen tragen. Sie standen dauernd unter
dem Verdacht, dass sie mit dem Feind zu sammenarbeiten und die Macht untergraben, deswegen wurden Sie ähnlichen Maßnah men unterzogen, die bereits die Habsburgermonarchie während des Ersten Weltkriegs gegenüber den politisch verdächtigen Personen ausübte. 212
Drei Offensiven in sechs Wochen (29. April-6. Juni 1919) Im April 1919, nach Meldungen, dass die Friedenskonferenz die Karawanken als Grenze bevorzugt, machten die slowenischen Politiker erneut einen Fehlschritt. Diesmal ent schieden sie sich für eine militärische Lösung. Ende 1918 wollte man Klagenfurt nicht besetzen, obwohl das damals leicht gewesen wäre. Jetzt war die slowenische Armee jedoch schwächer als die des Gegners, kampfmüde und von schlechter Moral geprägt. Der Befehlshaber der Draudivision General Smiljanič war über die Zustände informiert, verhinderte jedoch die slowenische Offensive nicht. Dem Scheitern folgte eine Katastro phe - die Gegenoffensive des Feindes endete mit dem Zerfall der slowenischen Armee und ihrem Rückzug aus ganz Kärnten. In Gutenstein fiel auch Franjo Malgaj. Erst jetzt reagierte man in Belgrad und schickte serbische Verstärkungen. Nach zusätzlicher Mo bilisierung und Reorganisation von Einheiten besiegten die jugoslawischen Kräfte den Feind in der Zeit vom 29. Mai bis zum 6. Juni 1919, besetzten den größten Teil des slo wenischen Nationalgebiets und rückten in Klagenfurt und Maria Saal ein. Jedoch viel zu spät, um Südkärnten für die Slowenen zu gewinnen. In Paris war man sich bereits einig, dass eine Volksabstimmung entscheiden wird. Das Leben in der Zone A unter der Verwaltung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (Juli 1919-Juli 1920) 70 Prozent der Einwohner der Zone A waren Slowenen, die am Anfang jugoslawisch ge sinnt waren. Nach ein paar Monaten änderte sich ihre Stimmung gewaltig. Das Gebiet ohne Klagenfurt und
Villach war ein unverbundener „Torso“. Nachdem diese Orte, in denen die Bevölkerung zuvor ihre Ernte verkauft hatte, vom Rest des Landes abgeschnit ten waren, kam es zu einem verheerenden Verdienstausfall. Diese Nachteile wurden durch die deutsch-österreichische Propaganda hervorgeho ben, man betonte die Notwendigkeit eines vereinten Kärntens, das seit undenklichen Zeiten besteht. Die Propaganda machte den „zögernden“ Bewohnern Angst, man würde eines Tages zurückkommen und sich an Anhängern des SHS-Königreichs rächen. Schwächen des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen: • Entfernung von Verwaltungs- und Handelszentren, • schlechte Verkehrsverbindungen und Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln, • unzureichende Versorgung mit einzelnen Gütern (Zucker, Petroleum, Tabak, Leder, Eisenwaren), deren Einfuhr stark verzollt war, • nicht ausgeführter Geldwechsel in einigen Gemeinden, ungünstiger Wechselkurs, • Nichterstattung von Kriegsschäden, • schlechter Zugang zu ärztlicher und tierärztlicher Versorgung, • Zusammenbruch des Tourismus, insbesondere entlang des Wörthersees, • uneinheitliche Ausübung der Verwaltung und der politischen Propaganda, • die Sozialdemokratie auf der Seite Österreichs. Vorteile des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen: • ziemlich gute Lebensmittelversorgung, • das wachsende Elend in Österreich, • die staatliche Aufsicht über Großgrundbesitze, die den Bauern eine Bodenreform ver sprach - ihr eigenes Stück Land, • Unterstützung des Klerus. 213
Die Zeit der Aufsicht der Volksabstimmungskommission (21. Juli-November 1920) Die Maßnahmen, die von der Volksabstimmungskommission dem Königreich der Ser ben, Kroaten und Slowenen nur wenige Wochen vor der Volksabstimmung aufgezwun gen wurden, waren verheerend. Ausschlaggebend für die Abstimmung war die Eröff nung der Demarkationslinie für den freien Personen- und Warenverkehr Anfang August. Die slowenischen Politiker warnten Belgrad, dass in diesem Fall die Volksabstimmung verloren gehen würde. Doch in Belgrad beschloss man auf Zugeständnisse einzugehen. Die Folgen waren fatal: • die Rückkehr von rund 3.000 Flüchtlingen, begeisterten Unterstützern Österreichs, • zahlreiche österreichische Agitatoren ֊ eine breite Verbreitung der österreichischen Propaganda, • beschleunigte österreichische Bestechung der Bevölkerung mit Waren und Geld, • Massenschlägereien, Drohungen, Brandstiftungen und Angriffe auf die nationalbe wussten Slowenen. Das jugoslawische Nachgeben wurde im September noch intensiviert. Trotz Protesten der slowenischen Landesregierung und des Nationalrates für Kärnten willigte der jugo slawische Vertreter in der Volksabstimmungskommission ein, dass: • die jugoslawische Armee die Zone A verließ, • alle Gendarmen, die keine Kärntner waren, fort mussten; die Kontrolle über die öf fentliche Ordnung und den Frieden wurde somit gründlich verkrüppelt, • die staatliche Kontrolle über die deutschen Großgrundbesitze aufgelöst wurde (was zuvor viele Sympathien des ländlichen Proletariats zugunsten des Königreichs SHS sicherstellte), • die Volksabstimmungskommission
im Namen österreichischer Anhänger regelmäßig in die Entscheidungen der Verwaltungs- und Justizbehörden eingriff, • die Volksabstimmungskommission das Wahlrecht so festlegte, dass Tausende neuer Begünstigter deutscher Herkunft aus Zone В wählen konnte. Am 16. September 1920 bot die slowenische Landesregierung der Zentralregierung in Belgrad ihren Rücktritt an. Der Weg zur bereits verlorenen Volksabstimmung ging weiter. Propaganda Bei der Volksabstimmung in Kärnten äußerte man sich nicht hinsichtlich seiner nationa len Zugehörigkeit, sondern es ging um die Zugehörigkeit zum Staat, da die Bevölkerung die Möglichkeit erhielt, sich zwischen nationalen und anderen, insbesondere wirtschaft lichen Interessen zu entscheiden. Die Propaganda sowohl auf jugoslawischer als auch auf deutscher Seite basierte auf zahlreichen Motiven, z. B. auf der Herangehensweise an die Frage der Volksabstimmung, wirtschaftlichen Argumenten, dem nationalen Be wusstsein, der Landeszugehörigkeit, der Frage des Militarismus sowie auf der religiösen Frage. Zu Beginn richtete sich die jugoslawische Propaganda hauptsächlich an die slo wenisch sprechenden Kärntner. Erst als man sich bewusst wurde, dass die Volksabstim mung keine Entscheidung im ethnischen Sinne sein würde, begann man mit gezielter Propaganda. Aus der nationalen Sicht lag die Betonung der jugoslawischen Propaganda auf der Vereinigung aller slowenischen bzw. jugoslawischen Brüder. Die stärkste Propa gandawaffe der jugoslawischen Seite war die Warnung vor der schlechten Wirtschafts֊ 214
lage Österreichs. Die Propaganda, die sich in erster Linie auf Bauern und Bürger konzen trierte, erinnerte an den Terror der Volkswehr gegen die Anhänger des Königreichs SHS im Mai 1919, warnte auch vor Juden und vorhersagte ein Verbot von Kirchenbesuchen und Teilnahmen an kirchlichen Zeremonien. Leider wurde die Vorhersage der Priester vertreibung später wahr. Die österreichische Seite betonte Kärnten als eine einheitliche, unteilbare Heimat zweier Nationen. Österreich, das durch Kriegsentschädigung schwer getroffen und im Zuge der neuen Grenze von Rohstoffen für Industrie und Infrastruktur abgeschnitten war, betonte die wirtschaftliche Ganzheit des Klagenfurter Beckens und widmete sich im Gegensatz zur jugoslawischen Propaganda auch der Arbeiterklasse. Mit antimilitaristischen Parolen sprach sie hauptsächlich Frauen an und warnte vor der Ein berufung in die jugoslawische Armee. Die Erinnerung Die Erinnerung an die Volksabstimmung in Kärnten und den Kampf um die Nordgren ze war zunächst von der Enttäuschung über die nicht realisierte Idee der nationalen Selbstbestimmung angeregt, wie sie im Programm des Vereinigten Sloweniens von 1848 verankert und durch die Mai-Deklaration von 1917 im Rahmen der massenhaften De klarationsbewegung populär gemacht wurde. Obwohl die „Kämpfer um die Nordgrenze“ mit ihren Veteranenorganisationen ein wichtiges Bindeglied im Prozess der Erinnerung an die Bildung des neuen Staates und seiner Grenzen waren, teilten sie das Schicksal der Vergessenheit zusammen mit den Soldaten des Ersten Weltkriegs und dem einmonatigen Staat der Slowenen,
Kroaten und Serben. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, im neuen gesellschaftspolitischen System, traten ganz andere Werte in den Vordergrund. Die Erinnerung an einzelne Teilnehmer der Grenzkämpfe blieb in der Bevölkerung in Form von Mythen erhalten, die nicht immer mit Schulbüchern, offiziellen Deutungen und oft auch nicht mit Fakten in Einklang standen. Dabei gestalteten sich mindestens zwei widersprüchliche kollektive Erinnerungen, getrennt durch die Staatsgrenze und unterschiedliche persönliche Erfahrungen auf beiden Seiten. Die zeitliche Distanz und die bis heute veröffentlichten Forschungen zur Volksabstimmung in Kärnten ermöglichen schließlich eine andere Analyse des Geschehens und der Erinnerungsbildung. Heute, nach dem Beitritt Republik Sloweniens zur Europäischen Union, ist die Grenze zwischen den beiden Staaten kein Hindernis und keine Trennlinie mehr zwischen den Völkern, sondern bietet eine Möglichkeit eines anderen Zusammenlebens. Vielleicht ist dies auch die Antwort auf die Frage, wie man sich eigentlich an eine Niederlage erinnern soll. 215
Viri in literatura Balkovec, Bojan (2018). Narodna vlada Slovencev, Hrvatov in Srbov v Ljubljani. V 33 dni - 100. obletnica ustanovitve Države Slovencev, Hrvatov in Srbov (str. 35-48). Ljubljana: Narodni mu zej Slovenije. Bizjak, Matjaž (2003). Umik avstro-ogrske vojske skozi slovenski prostor novembra 1918. Prispev ki za novejšo zgodovino, št. 1/2003, str. 25-37. Bohinjec, Jože (1930). Socijalne težnje našega časa. Naša doba, št. 2/1930. Deuer, Wilhelm (2019). Abwehrkampf und Volksabstimmung als geistige Herausforderung. V Der 10. Oktober 1920. Kärntens Tag der Selbstbestimmung (տէր. 61-132). Klagenfurt: Verlag des Kärntner Landesarchivs Ehrlich, Lambert (1921). Mirovna konferenca in Jugoslavija. Koledar Mohorjeve družbe za leto 1922 (str. 32-39). Prevalje: Družba sv. Mohorja na Prevaljah. Fond Arhiva bivše srbske vojske. Vojni arhiv, Ministarstvo odbrane Republike Srbije. Beograd, Srbija. Fond časopisa Slovenec. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Fond Inštitut za narodnostna vprašanja (SI AS 1164). Arhiv Republike Slovenije. Fond Kreigsschäden. Koroški deželni arhiv, Celovec, Avstrija. Fond Lavrič Alfred (SI_PAM/1587). Pokrajinski arhiv Maribor. Fond Narodni svet za Koroško (SI AS 660). Arhiv Republike Slovenije. Fond Nationalpolitischer Ausschuss. Koroški deželni arhiv, Celovec, Avstrija. Fond Pokrajinska uprava za Slovenijo, Predsedstvo (SI AS 60). Arhiv Republike Slovenije. Fond Sammelarchiv Geschichtsverein (AT-KLA 123). Koroški deželni arhiv Celovec, Avstrija. Fond Srečko Kristan. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Fond Stane Rovtar. Muzej novejše zgodovine
Slovenije. Fond Ude Lojze (SI AS 1193). Arhiv Republike Slovenije. Fugger Germadnik, Rolanda (2019). Od prevrata do izvolitve prvega slovenskega župana v Celju (1918-1921). V Iz vojne v novo državo (str. 30-33). Celje: Pokrajinski muzej Celje. Grafenauer, Bogo (1970). Vojaški boji na Koroškem v letu 1918/19. V Janko Pleterski, Lojze Ude, Tone Zorn (ur.), Koroški plebiscit - razprave in članki (str. 316-324). Ljubljana: Slovenska matica;. Grafenauer, Danijel (2010). Koroški Slovenci - begunci in njihova družbena integracija v osrednji Sloveniji. V Štih, P. in Balkovec, B. (ur.), Migracije in slovenski prostor od antike do danes (str. 476-478). Ljubljana: Zveza zgodovinskih društev Slovenije. Grdina, Igor (2016). Knjiga o Malgaju. Ravne na Koroškem: Koroško domoljubno društvo Franjo Malgaj. Griesser Pečar, Tamara (2010). Die Stellung der Slowenischen Landesregierung zum Land Kärn ten 1918 - 1920. Studia Carinthiaca, Band XXX, Mohorjeva - Hermagoras, տէր. 175-190. 217
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Oktober 1920. Kärntens Tag der Selbstbestimmung (տէր. 165-199). Klagenfurt: Verlag des Kärntner Landesarchivs. Webernig, Evelyne (2019). Kärntnens Freiheitskampf 1918-1920: Die Ereignise im Lichte von Daten und Fakten. V Der 10. Oktober 1920. Kärntens Tag der Selbstbestimmung (տէր. 24-60). Klagenfurt: Verlag des Kärntner Landesarchivs. Wutte, Martin (1943). Kärntner Freiheitskampf. Weimar: H. Böhlaus Nachfolger. Zapuščina Jože Bohinjca. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Zbirka fotografij prve svetovne vojne. Muzej novejše zgodovine Slovenije. Zbirka Koroški plebiscit (SI_PAM/1760). Pokrajinski arhiv Maribor Zbirka Prevratni dogodki na slovenskem Štajerskem in v Prekmurju (SI_PAM/1691). Pokrajinski arhiv Maribor. Zbirka razglasov in plakatov 1918-1919. Muzej novejše zgodovine Slovenije. 218 ( Staal sb'.onothek l ևա՜ւոռհ^Ո |
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