Parteien und Demokratie: Eine soziologische Analyse paradigmatischer Ansätze der Parteienforschung
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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Wiesendahl, Elmar 1945- (VerfasserIn)
Format: Elektronisch E-Book
Sprache:German
Veröffentlicht: Wiesbaden VS Verlag für Sozialwissenschaften 1980
Schriftenreihe:Sozialwissenschaftliche Studien, Schriftenreihe der sozialwissenschaftlichen Institute der Universität Hamburg 18
Schlagworte:
Online-Zugang:FLA01
Volltext
Beschreibung:Was Parteien nach Ansicht der Parteienforschung sind und wie sie als demokratische Gebilde funktionieren, davon handelt die vorliegende Untersuchung. Gilt dabei gemeinhin das, was Parteienforscher als demokratische Partei bezeichnen, als getreues Abbild jener Realität, wie sie in westlichen Parteiendemokratien vorgefunden wird, so ist bei näherer Betrachtung erstaunlich, wie wenig die Parteienforschung einvernehmlich über die tatsächlichen Funktionen, Strukturen und Handlungsweisen von Parteien auszusagen weiß. Die Ursache hierfür hat mit dem Zustand dieses Wissenschaftszweiges zu tun. Denn was er an empirischen und theoretischen Erträgen erbringt, gehorcht vielfach eher den erkenntnisleitenden Maßstäben und Imperativen paradigmatischen Denkens dreier Forschungstraditionen als der vorgefundenen Realität. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit in einem ersten Teil die bislang noch nicht hinreichend offengelegte Kontroverse um die Frage, von welchem alternativen demokratietheoretischen Bezugsrahmen aus und unter Zugrundelegung welcher strittigen Prämissen und Problemansichten Parteienforschung betrieben werden soll. In einem zweiten Teil bilanziert sie anhand typischer Aussagen der Parteienliteratur über begriffliche, funktionale, typologische und strukturelle Eigenschaften von Parteien in der Demokratie, welcher problematische Diskussionsstand und welches theoretische Leistungsdefizit für die Parteienforschung charakteristisch ist. Die Untersuchung gelangt zu dem Ergebnis, daß sich dieser Wissenschaftszweig zumeist gegenüber seinem ureigensten Erkenntnisgegenstand als überfordert erweist, weil sich seine Vertreter infolge paradigmatischer Sichtverengung und verfestigter Kommunikationsbarrieren den Weg zu generellen Aussagen und zu anspruchsvollerer Theoriebildung selbst versperren
Beschreibung:1 Online-Ressource (356 S.)
ISBN:9783663013747
9783810002907
DOI:10.1007/978-3-663-01374-7

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