Die Strafe II: Die Modernen Erscheinungsformen
Gespeichert in:
1. Verfasser: | |
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Sprache: | German |
Veröffentlicht: |
Berlin, Heidelberg
Springer Berlin Heidelberg
1955
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Beschreibung: | Am Anfang aller Strafgesetze stehen Systeme der Strafe. Diese schwerste aller Unrechtsfolgen stuft sich von der Todesstrafe bis zur Geldstrafe ab. Wenn vor 21 Jahren in Deutschland Maßregeln der Sicherung und "Besserung" eingeführt wurden, so liegt in der Überschrift eine Irreführung. Die Bestimmungen kamen mit dem Gewohnheitsverbrechergesetz von 1933, und neben der Sicherung kann nur gelegentlich von Heilung die Rede sein. Die wichtigste der Maßnahmen, die Sicherungsverwahrung, hat nach steilem Anstieg unter der Diktatur einen Tiefstand erreicht, der keine große Vitalität verrät. Sie wird nach der Strafe vollstreckt und hier nicht erörtert. Unter den modernen Strafarten, die besprochen werden, liegt das Schwergewicht auf der Freiheitsstrafe. Sie ist und bleibt das wichtigste Instrument, mit dem wir die Gesellschaft verteidigen. Ich habe versucht, mich von der deskriptiven Methode frei zu machen, der ich noch in der Ausgabe von 1932 anhing. Mit allen Kräften war ich bemüht, in die psychologischen und soziologischen Hintergründe der Gefangenschaft einzudringen. Wenig lag mir daran, die Vorschriften wiederzugeben, die den Vollzug regeln sollen. Das Gesetz ist nur die Oberfläche, und unter ihr geht das Leben in seltsamen verzerrten Gestalten weiter. Ich habe beide feindlichen Lager reden lassen, die Wächter und jene, die bewacht werden. In Anklage und Abwehr muß ihr Urteil sich widersprechen |
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